Vallunaraju (5686m)

Während die Jungs sich am Ranrapalca vergnügten, widmeten wir unsere Aufmerksamkeit dem Vallunaraju. Das Ziel lag schon während der ganzen Zeit in Huaraz direkt vor unseren Augen. Trotz der vermeintlichen Nähe dauerte die Fahrt ins Quebrada Llaca ganze 2 holprige Stunden (Durchschnittsgeschwindigkeit 5-10 km/h)! Am Talende angekommen, schlugen wir unser Zelt auf und richteten es uns gemütlich ein. Vor dem Abendessen haben wir noch einen kleinen Abstecher zur Lagune gemacht und versucht den morgigen Weg ausfindig zu machen. Die vorherrschende Kälte inklusive Graupel hat uns recht überrascht und uns schnell in die warmen Schlafsäcke getrieben.
Am nächsten Morgen stiefelten wir bei Sonnenschein mit unseren schweren Rucksäcken den Steilhang Richtung Moränencamp hinauf. Es war wirklich steil! Nach Steinmännchenverwirrungen erreichten wir erfolgreich das Camp und haben den schönsten Zeltplatz ergattert, windstill war er sogar auch! Steinmännchen werden hier in Peru eher als Dekoelemente anstelle von Wegmarkierungen verwendet.
Nach einer für manche etwas ungemütlichen Nacht, starten wir kurz vor Sonnenaufgang (ca. 5.00) über die Moränenblöcke Richtung Gletscher. Über sanfte Aufschwünge ging es stetig bergauf bis uns eine riesige Gletscherspalte inkl. horribler Schneebrücke stoppte. Nun hiess es nach einer Alternative Ausschau zu halten. Wir holten weit links aus und erreichten so sicher den Col zwischen den zwei Gipfeln (Süd- und Nordgipfel). Wir (Eli und Mirjam) haben uns für den höheren, den Nordgipfel entschieden. Julia hat es sich im Col gemütlich gemacht und dort gewartet. Über und um Spalten herum gelangten wir über einige steile Aufschwünge glücklich auf den Gipfel. Es war ein herrlicher windstiller Gipfeltag! Der Abstieg bis ins Moränencamp gestaltete sich als unproblematisch und im Camp angekommen gab’s ein leckeres Picknick. Frisch gestärkt ging es wieder ins Tal zurück, wo bereits unser Taxifahrer wartete.
Gut geschüttelt und frisch geduscht genossen wir zurück in Huaraz Bier und Tequeños!
Am folgenden Ruhetag besuchten wir einen lokalen Boulderwettkampf mit erstaunlich vielen einheimischen Teilnehmern und genossen das Nichtstun.


Julia, Mirjam und Elia


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Kommentare: 3
  • #1

    Alena McCarthy (Donnerstag, 13 August 2015 20:37)

    Cool summit Elia! Ich vermisse dich. Alles gute fuer die naechsten gipfel. :)

  • #2

    Christiane/Mam (Samstag, 15 August 2015 16:32)

    Super ihr powergirls! - Ich bin froh, dass Ihr Touren nach Eurem eigenen Gusto einrichtet und so auch richtig geniessen könnt. Zusammengenommen lernt Ihr so ja doppelt so viel kennen... :-). Weite herrliche, wilde und zugleich so schöne Landschaften! Man kann sie förmlich riechen und spüren! Seht Ihr auch Tiere? - Geniesst es noch weiterhin! Alles Liebe und Gute! :-) Mam/Christiane

  • #3

    Klaus (DaDy) (Mittwoch, 19 August 2015 11:06)

    Schön ein paar Fotos zu sehen auf denen auch von Dir (Eli) mehr zu sehen ist. Ihr macht da
    ja atemberaubende Sachen. . . aber auch atemberaubend schöne! Das klettern ist nicht so
    meine Sache, aber wenn ich das hier anschaue verstehe ich Deine Liebe dazu immer mehr.
    Habt noch weiter viel Freude, passt auf Euch auf . . . und fallt net runter ;-)

    DaDy